Konzept Begleitung der Begleiter 30.07.2020

                                                                      
„Der Verein ist eine überparteiliche und überkonfessionelle Vereinigung von natürlichen und juristischen Personen zur Förderung der Hospizarbeit. Er fördert alles, was Menschen ein würdevolles und schmerzfreies Sterben in vertrauter Umgebung ermöglicht und den trauernden Angehörigen hilft, den erlittenen Verlust zu verarbeiten.“ 

Weiter findet sich im Leitbild: „Sterben betrachten wir als Teil des Lebens. Wir begleiten und beraten schwerstkranke und sterbende Menschen jeden Alters und helfen ihnen, die verbleibende Zeit lebenswert zu gestalten. Dabei stehen Würde und Wünsche des Betroffenen im Vordergrund unseres Handelns.“ Der Auftrag an Ehrenamt und Hauptamt ist hier genau definiert und erfordert ein zielgerichtetes Handeln, Reflexion der eigenen Tätigkeit und Stärkung der Begleiter, die diese Aufgabe erfüllen. 

In den Richtlinien des Gesetzgebers wird vorgeschrieben, die ehrenamtlich Tätigen zu befähigen, zu unterstützen und zu supervidieren, um so die Tätigkeit für die Gemeinschaft wertzuschätzen. Ehrenamt soll Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Um diesem Auftrag gerecht werden zu können, bietet der Hospizkreis Ottobrunn e.V. die Ausbildung zum Hospizbegleiter/zur Hospizbegleiterin nach einem Curriculum an.

Zudem hat der Hospizkreis in der Vergangenheit externe SupervisorInnen beauftragt, die fachliche Unterstützung zu sichern. 

Seit Januar 2017 arbeiten wir mit einem Modell, das flexiblere Angebote beinhaltet und uns alle mehr Gemeinschaft erleben lässt. Unser Konzept beruht auf der Einteilung der HospizbegleiterInnen in feste Gruppen, die abwechselnd von einer, der Gruppe fest zugeordneten KoordinatorIn bzw. einer professionellen externen Supervision, geleitet wird. Die Einteilung der Gruppen wird periodisch neu durchgeführt, um gegenseitiges Kennenlernen der Hospizbegleiter und KoordinatorInnen zu unterstützen. Während der Gruppenabende werden von den Koordinatorinnen immer wieder Fort- und Weiterbildungsinhalte angeboten und es gibt viel Raum für Erfahrungsaustausch und Unterstützung bei Fragen oder Problemen in der Begleitung. Die Gruppenabende sind auch eine Plattform, um Entwicklungen innerhalb des Vereins zu besprechen, Aktionen zu planen, Absprachen zu Einsätzen zu treffen oder Neuigkeiten aus dem Landes- bzw. Bundesverband zu erfahren. 

Die professionelle externe Supervision ergänzt die Arbeit in den Gruppentreffen. Mit ihr wird sichergestellt, dass zum einen Überforderungen oder psychische Belastungen der Begleiter frühzeitig erkannt und bearbeitet werden können, zum anderen der Austausch zu bestimmten Inhalten auch ohne KoordinatorInnen stattfinden kann.

Durch die regelmäßige Teilnahme und die festen Gruppen kann auch in der Supervision kontinuierlich an Prozessen gearbeitet werden. 

Die Gruppentermine für das laufende Jahr finden sie hier.

Die Möglichkeit sich in den Gruppen gut kennenzulernen, sich regelmäßig zu treffen, gemeinsam etwas zu unternehmen und den Geist der Hospizbewegung weitertragen, das erhoffen wir uns von diesem Modell und freuen uns auf eine kontinuierliche und kollegiale Zusammenarbeit!