Verkehrspolizei spendet 400 Euro 12.01.2020

Der Hospizkreis sagt danke  – Verkehrspolizei spendet 400 Euro

Eine Spende in Höhe von 400 Euro konnte der Hospizkreis Ottobrunn in der zweiten Januarwoche entgegennehmen. 42 Kolleginnen und Kollegen der Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn – früher Autobahnpolizei – haben das Geld bei ihrer Weihnachtsfeier gesammelt. Polizeihauptkommissarin Monika Heidenreich sagte bei der Übergabe, dass sie alle damit die sehr wertvolle Arbeit des Hospizkreises unterstützen möchten. Sie war mit ihren Kollegen Polizeihauptmeisterin Sophia Taute und Polizeihauptkommissar Jörg Nowak ins neue Büro des Hospizkreises gekommen, um das Geld persönlich zu übergeben. Willi Klein vom Vorstand, Hospizbegleiterin Christel Rösner und Hospizkoordinatorin Katrin Jaeger dankten für diese großzügige Spende und zeigten sich erfreut, dass die Polizei den Hospizkreis erneut bedacht hat. Das Geld werde im Sinne der Spender eingesetzt, versprach Klein, was Jaeger und Rösner lächelnd bestätigten.

Heidenreich und ihre Kollegen erkundigten sich bei ihrem Besuch näher nach der Arbeit des Hospizkreises. Sie zeigten sich beeindruckt von dem großen ehrenamtlichen Einsatz, von dem Rösner als langjährige Hospizbegleiterin erzählte. Sie seien als Verkehrspolizeiinspektion Hohenbrunn für die Autobahnen A 94 und A 99 zuständig und würden im Rahmen ihrer Arbeit leider auch mit vielen schwierigen Situationen wie Verkehrsunfällen mit Personenschäden konfrontiert. Auch daher sei es ihnen ein Bedürfnis, die wertvollen Aktivitäten des Hospizkreises zu unterstützen. 

Verantwortlich für Text: Angela Boschert

Der HKO auf dem Christkindlmarkt Ottobrunn-Ein voller Erfolg. 25.12.2019

Wie jedes Jahr hatte der  Hospizkreis Ottobrunn wieder einen Stand beim Christkindlmarkt Ottobrunn, der am 7.und 8. Dezember viele Besucher auf den Rathausplatz lockte. Genau gegenüber der Bühne, auf der alle halbe Stunde eine neue Gruppe auftrat, hat der Hospizkreis einen idealen Standort. Die Besucher drängten sich vor der Auslage, um das vielfältige Angebot zu betrachten. 

Wie immer hatte Elke Winter von der Verwaltung tolle Holzanhänger mit weihnachtlichen und christlichen Motiven direkt von einem alteingesessenen Familienbetrieb in Bethlehem bestellt. Diese Familie schnitzt schon in der dritten Generation Figuren aus Olivenholz, bis vor einiger Zeit aus dem Holz ihrer eigenen Olivenbäume. Doch wurden diese Bäume zerstört und die Familie erhält nur noch Olivenbaumäste. Nun stellt sie aus diesen – ungeachtet des Verlusts der eigenen Bäume und der daraus resultierenden Missstände – die verschiedenartigen Figuren her, etwa Engel mit Musikinstrumenten oder auf einem Sternenschweif fliegend oder eine Darstellung der Krippe, von Weihnachtsbäumen und vieles andere mehr. Gerade die Holzstruktur macht diese handgefertigten Stücke zu etwas Besonderem.

Am Stand des Hospizkreises gab es auch Marmelade, die eine Dame seit Jahren aus eigenen Früchten ihres Gartens kocht, und handgeschöpfte Seifen mit wertvollen Ölen, die ebenfalls von einem Mitglied für die gute Sache hergestellt werden. Die selbstgestrickten Socken und Mützen, die zwei Damen aus dem Hanns-Seidel-Haus seit Jahren für den HKO herstellen, fanden ebenso reißenden Absatz. Dass vieles schon am ersten Nachmittag ausverkauft war beweist, wie sehr diese Arbeit geschätzt wird. Der Hospizkreis sagt allen Spenderinnen ganz herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Der Stand am Christkindlmarkt könnte aber nicht solch einen Erfolg haben, ohne die Mitglieder, die sich als Standbetreuer einsetzen. Auch hier gibt es viele, die diese Aufgabe Jahr für Jahr übernehmen, die sich aber auch über neue Engagierte freuen. Es macht Spaß, am Stand die leuchtenden Augen der Besucher zu sehen und ihnen bei weihnachtlicher Stimmung die Kunst-, Strick- oder auch Backwerke zu verkaufen. Sie genießen einen netten Plausch mit Bekannten und informieren zugleich über die Arbeit des Hospizkreises.  Vielen Dank an die vielen Ehrenamtlichen, die sich im Sinne der guten Sache beim Christkindlmarkt Ottobrunn eingesetzt haben. Ihr Einsatz hat dem Hospizkreis einen Geldsegen beschert, den dieser für seine weitere Arbeit und besondere Projekte einsetzen wird. 

Ihnen allen von Seiten der Redaktion alles Gute, Gesundheit und Glück im neuen Jahr _scheuen Sie sich nicht, mit allen Fragen zu uns zu kommen und bleiben Sie uns treu. 

Eva-Maria Stiebler im Namen des Vorstands, Text: Angela Boschert

Christkindlmarkt Ottobrunn 07./08.12 2019 und Neuigkeiten

Die Tage werden kürzer und Weihnachten ist nicht mehr fern. Am 7.und 8. Dezember lockt der Ottobrunner Christkindlmarkt, bei dem der Hospizkreis Ottobrunn wieder die beliebten Krippenfiguren und Anhänger aus Bethlehem anbietet. Er bezieht die Figuren direkt von einem alteingesessenen Familienbetrieb, der sie in der dritten Generation aus dem Holz seiner eigenen Olivenbäume schnitzte. Inzwischen wurden diese Bäume zerstört und die Familie erhält nur noch Olivenbaumäste. Doch stellt sie – ungeachtet des Verlusts und dieser Missstände – nun daraus die verschiedenartigen Figuren her: in modernem oder traditionellem Stil und in altbekannter Qualität. So ist der Hospizkreis selbst jedes Jahr gespannt, welche handgefertigten Unikate er direkt aus der Geburtsstadt Jesu erhält und anbieten kann. 

Die Besucher des Christkindlmarkts lädt er herzlich ein, sich die Figuren mit ihrer charakteristischen Maserung anzusehen und beim Kauf eine gute Sache zu unterstützen. Denn seit 2002 begleitet der Hospizkreis Ottobrunn in Ottobrunn selbst sowie in Neubiberg, Putzbrunn, Hohenbrunn, Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Hofolding, Aying, Klein- und Großhelfendorf Menschen am Ende ihres Lebens; respektvoll, einfühlsam sowie ungeachtet ihrer kulturellen, gesellschaftlichen, weltanschaulichen und religiösen Herkunft. 

Das soll so bleiben! Dafür erweitert der Hospizkreis Ottobrunn ständig sein Team. Seit diesem Sommer absolvieren neun Damen und ein Herr die Ausbildung zum Hospizbegleiter. Sie sollen am 17. Dezember ihre Zertifikate erhalten. Dann werden sie sich nochmals in Ruhe überlegen, ob sie diese anspruchsvolle und zugleich erfüllende Aufgabe emotional bewältigen können. „Sie wurden umfangreich vorbereitet und werden von uns weiterhin bestmöglich unterstützt“, sagen ihre Ausbilder, die vier erfahrenen Palliativ-Care-Fachkräfte des Hospizkreises. Aktuell betreuen sie bereits 88 ehrenamtliche Hospizbegleiter des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes.

Wie und warum er sich einsetzt, darüber informiert der Hospizkreis Ottobrunn gerne an seinem Stand auf dem Christkindlmarkt Ottobrunn (7. und 8. Dezember) oder unter www.hospizkreis-ottobrunn.de. Informieren Sie sich – wir freuen uns auf Sie!

verantwortlich für den Text: Angela Boschert

Stimmungsvolle Gedenkfeier 20.11.2019

Von zarter Klaviermusik umhüllt verlief die stimmungsvolle Gedenkfeier mit den Angehörigen der im Jahresverlauf begleiteten Verstorbenen. Seit dem Jahr 2005 veranstaltet der Hospizkreis Ottobrunn e.V. diese Gedenkfeier zweimal im Jahr im Saal des Hanns-Seidel-Hauses, Ottobrunn. Heuer wurde am 12. November an 50 Verstorbene erinnert.

Willi Klein vom Vorstand begrüßte die kleine Gruppe, die sich versammelt hatte. Die Hospizkoordinatorinnen Katrin Jaeger und Annette Magister erinnerten an Verstorbene, knüpften für jede Person ein Erinnerungsband und entzündeten eine Kerze. Auch Angehörige und Hospizbegleiter taten dies. Wer eine besondere Erinnerung an die oder den Verstorbenen hatte, teilte sie mit der Gruppe. So wurden viele Personen nochmals erlebbar und in ihrer Schaffenskraft, ihrem Esprit oder ihrer Güte lebendig. Auch diejenigen, die eine bestimmte Person nicht gekannt haben, konnten die besondere Stimmung der Erinnerung, des Dankes sowie des Abschiednehmens empfinden. Ein helles Lichtmeer der Kerzen erfüllte nach gut einer Stunde den Raum. 

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Wein, Mineralwasser und Brot wurden Gedanken ausgetauscht, sei es über Erlebnisse mit den Verstorbenen früher und in den letzten Tagen oder auch über zukünftige Pläne und weitere Fragen. Gelöst und dankbar begaben sich die Teilnehmer nach gut zwei Stunden auf den Heimweg. Erneut darf die Wirkung dieses Abends auf die Angehörigen, die Freunde und die im Hospizkreis (hauptamtlich) Engagierten als Aushängeschild bezeichnet werden für die Geisteshaltung, die der Hospizkreis Ottobrunn verkörpert.

Verantwortlich für Text: Angela Boschert

Welthospiztag: „Erzählcafe“ 20.10.2019

Welthospiztag: „Erzählcafe“ des Hospizkreises Ottobrunn war toller Erfolg.

Anlässlich des Welthospiztages 2019, der dieses Jahr unter dem Motto „#buntesehrenamthospiz“stand, hatte der Hospizkreis Ottobrunn e. V. zu einem „Erzählcafé“ ins KWA Hanns-Seidel Haus nach Ottobrunn eingeladen. Trotz des wunderbaren Sommerwetters fanden sich fast 30  Personen am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ein und waren gespannt, was das „Erzählcafe“ sei und bringen würde. 

Nach der Begrüßung durch Wilhelm Klein vom Vorstand des Hospizkreises Ottobrunn (HKO) führten die Hospizkoordinatorinnen Katrin Jaeger und Martina Neldel in das Thema ein. Sie selbst hatten sich zu „Füreinander sorgen – früher und heute“ einige Gedanken gemacht und motivierten die Gäste, eigene Lebensgeschichten, Erinnerungen und Erfahrungen einzubringen. Unter den Gästen waren auch Hospizbegleiter*innen und Bewohner*innen aus dem Haus, die von Erinnerungen an das Sterben in ihrer Kindheit berichteten. So erzählte zunächst Therese Hörsgen mit sehr viel Offenheit und in lebendigen Erinnerungen ihre eigene Familiengeschichte. Diese begann schon vor den beiden Weltkriegen und war bereits während Hörsgens Kindheitstagen durch Schicksalsschläge geprägt. Ihr Bericht sowie fünf weitere von Gästen wurden aufgrund der Authentizität zu etwas ganz Besonderem. Dazu trug auch bei, dass beim Vergleich zu heute immer wieder die vielfältige Palliativ- und Hospizarbeit zur Sprache kam, wie sie auch der Hospizkreis seit 2002 in Ottobrunn und acht weiteren Gemeinden leistet. Die betreuten Gemeinden sind zu sehen unter www.hospizkreis-ottobrunn.de/einsatzgebiet.

Besonders bereichert wurde der lebendige Austausch durch die Schauspielerin und Hospizbegleiterin Petra Frey, die – angeregt durch einen Artikel über den Hospizkreis Ottobrunn in der Süddeutschen Zeitung – aus ihrem jüngst erschienenen Buch vorlas. In „SterbeMund tut Wahrheit kund“ schildert Frey, was man bei der Hospizarbeit erlebt. Es waren Geschichten vom Leben und Tod, wie sie nur das Leben schreiben kann: Humorvoll, herzlich und ein bisschen verrückt. Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas wurde angesichts solcher Geschichten im „Erzählcafe“ auch heiter gelacht und den Vortragenden freigiebig applaudiert. Ebenso Stiftsdirektorin Ursula Cieslar vom Hanns-Seidel-Haus, die von den Aufgaben im Haus und der sehr guten Zusammenarbeit mit dem HKO und weiteren Versorgern und Dienstleistern berichtete.

Die zwei langjährig erfahrenen Palliative-Care-Fachkräfte des Hospizkreiseses, Katrin Jaeger und Martina Neldel, bestätigten auch im Namen ihrer zwei Kolleginnen, dass es bei der Hospizarbeit „bei allem Leid auch viele frohe Momente gibt“. Etwa wenn trotz immenser Schmerzen bei einer Betroffenen ein Lächeln über das Gesicht huscht, weil die Koordinatorin notwendige Unterstützungsmaßnahmen organisiert oder eine passende Hospizbegleitung gefunden hat. Allein zu wissen, „mir wird geholfen“ sei für viele Betroffene, die sich in der Phase schwerer Krankheit und des nahenden Todes befinden, eine enorme Erleichterung. Dass sie dieses als Hospizbegleiter immer wieder verspüren, bestätigten die anwesenden Ehrenamtlichen und auch Ursula Cieslar, die das KWA Hanns-Seidel-Haus seit 1992 leitet. 

Der kurzweilige Nachmittag und die Lesung selbst wurden durch Musikstücke etwa von Bach, Schubert und Debussy musikalisch umrahmt, die Viktor Justich auf dem Klavier verzaubernd darbrachte. Der auf Außenwirtschaftsrecht spezialisierte Berater bei einer Anwaltskanzlei spielt regelmäßig ehrenamtlich für Patienten in einem Münchner Krankenhaus und war mit Petra Frey zur Veranstaltung des Hospizkreises gekommen. Insgesamt war das „Erzählcafe“ durch die Beiträge eines jeden Einzelnen überaus gelungen. Es zeigte zudem, dass das Ehrenamt Hospiz überaus „bunt“ ist. Ein Dank daher allen Ehrenamtlichen und dem KWA Hanns-Seidel-Haus, dass der Hospizkreis Ottobrunn e.V. erneut zu Gast sein durfte. 

Verantwortlich für Text: Angela Boschert
Bilder: KWA Ottobrunn

Welthospiztag Hosipizkreis Ottobrunn 12.10.2019

#buntesehrenamthospiz: Der Welthospiztag am 12. Oktober in Ottobrunn

Am 12. Oktober ist Welthospiztag. Wurden im letzten Jahr die Betroffenen unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ ins Zentrum gestellt, liegt der Fokus dieses Jahr auf „Buntes Ehrenamt Hospiz“. Der Hospizkreis Ottobrunn e. V. gibt Einblicke in seine vielfältige Palliativ- und Hospizarbeit und lädt zum Mitmachen ein in das KWA Hanns-Seidel Haus Ottobrunn, Ottostraße 44, von 15 Uhr bis etwa 17:30 Uhr.

„Füreinander sorgen – früher und heute“ – was hat sich geändert, was war besser, was haben wir heute mehr? 
Beim „Erzählcafé“ sollen unter Leitung von zwei ausgebildeten Hospizkoordinatorinnen alltägliche Lebensgeschichten, Erinnerungen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Das Erzählen ist freiwillig, das nicht-wertende Zuhören hingegen Pflicht! Interessierte erhalten dabei ganz unmittelbar auch einen Einblick in aktive Hospizarbeit heute; was sie ausmacht, warum sie erfüllend ist. Die Hospizkoordinatorinnen sind gespannt auf Ihre Beiträge und beantworten gerne Fragen etwa zu Hospizbegleitung, die entstanden sind oder bei dem anschließenden Gedankenaustausch im kleinen Kreis entstehen.

Zum Hintergrund: Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 leisten überwiegend Frauen ehrenamtliche Hospizarbeit und erreichen damit vor allem Menschen der gesellschaftlichen Mitte. Dabei will Hospizarbeit jeden unterstützen, der Hilfe in der Phase von schwerer Krankheit und Sterben wünscht. Ungeachtet seiner kulturellen, gesellschaftlichen, weltanschaulichen und religiösen Herkunft. 
Der Hospizkreis Ottobrunn verfolgt dieses Ziel seit 2002 intensiv und erfolgreich, unterstützt von den Gemeinden seines Einsatzgebietes und vielen Spendern. Die aktuell 88 aktiven Hospizbegleiter erleben immer wieder, dass ihre Arbeit zwar anspruchsvoll und herausfordernd ist, aber sehr wertvoll und auch für sie selbst erfüllend. Sie freuen sich über neue Engagierte jeden Alters und gerne mit Migrationserfahrung.Informieren Sie sich – wir freuen uns auf Sie!

Es wird um Anmeldungen zum „Erzählcafé“ gebeten, per Mail info@hospizkreis-ottobrunn.de oder telefonisch 089 6655 7670. Gäste ohne Anmeldung sind ebenfalls herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Über Spenden freuen wir uns.